Samstag, 25. Juli 2015

saturn taktet mich pathetisch






















minuten werden zu wochen
und sekunden zu tagen –
deine augen schauen mich an, wenn ich morgens erwache
und unschlüssig bin, ob es einen sinn zum aufstehen gibt
traurigkeit muss man erst zulassen und dann wird man sie
nicht mehr los, so wie diese augenringe, die seit deinem
verschwinden zu meinen stetigen begleitern geworden sind
ich bin nicht zeitlos auch wenn ich außer dem lichtwechsel 
keine wirkliche vorstellung habe, warum weihnachten im 
winter sein muss 

tage werden zu sekunden
und wochen zu minuten –
wenn ich spüre, dass du bei mir bist und dein atem mein
gesicht berührt, so warm, dein geruch, deine festen hände
dein schlanker körper, die haare auf der brust und der
blonde flaum auf deinen armen, da möchte ich dich küssen
von kopf bis fuß, keine stelle auslassen und alles erkunden
dich drücken vor verlangen und vor sehnsucht nach noch
mehr, ein versprechen und ein nicken, der glaube an das
morgen nur mit dir

warten, ein geduldsspiel was die füße fesselt 
und den geist beflügelt –
unsere gedanken segeln wie schwalben durch die
luft, sommermilde mit sturmböhen und windstille 
gewitterdonner und auferstehung aus dem morgentau
als wollte aus der liebe eine pflanze sich zum zenith
erheben, hell umstrahlt das licht nur uns, denn jede
liebe existiert nur aus sich selbst und für den einen
den wir lieben

«löwenbändiger!»




© Hagen Rehborn 2015
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